Citymarketing am Scheideweg
Für Fortbestand Trägerverein nötg: Dinkelsbühler Betreibe müssen sich jetzt erklären
Bisher etwas mehr als 40 positive Rückmeldungen - Mindestens 80 Zusagen erforderlich
Dinkelsbühl (bi) - Es war nicht leicht, ihn in Gang zu setzen, den Dinkesbühler City-Markteing-Prozess. Seit einem knappen Jahr läuft er, und das nach allgemeindem Dafürhalten, soger sehr ordentlich. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass im Bemühen um positive Impulse für den Einkaufsstandort das inzwischen erreichte Tempo beibehalten werden kann. Ganz im Gegenteil. So geht es in den nächsten Wochen bereits ums Ganze, denn das bisher bestehende Trägermodell mit der Kommune in der "Patenrolle" ist nur ein Provisorium". Sollte es nicht gelingen, eie ausreichende Anzahl von Betrieben zum Eintritt in den zu gründenden Verein zu bewegen, muss das Projekt im Prinzip wieder beerdigt werden, denn es fehlt dann die für eine Weiterverpflichtung von City-Managerin Annette Kolb erforderliche Finanzierungsbasis.
In den vergangenen zwölf Monaten sicherten 100 örtliche Unternehmen mit ihren je nach Betriebsgröße gestaffelten Monatsbeiträgen die Personalkosten und den Bestand eines keinen Aktionsbudgets. In ERmangelung eines anderweitigen Trägermodells hatt die Stadt die Finanzabwicklung übernommen und - weil für entsprechende Vertragsabschlüsse eine juristisch handlungsfähige Instanz benötigt wird - auch den Anstellungsvertrag mit Annette Kolb geschlossen. Dieser Kontrakt wurde zwischenzeitlich bis Ende März 2007 verlängert, um das Zeitfenster für die Gründung eines Trägervereines noch einmal etwas zu vergrößern. Mit weiteren Übergangsfristen ist aber nicht zu rechnen. Und auch Annette Kolb selbst erklärte gestern unmissverständlich, dass sie nicht meher zur Verfügung stehen werden, wenn es bis Ende Februar nicht klappe, einen Verein ins Leben zu rufen.
Derzeit läuft eine Umfrage unter rund 300 Dinkelsbühler Betrieben. Bis 7. Februar, also im Prinzip nur noch bis morgen, erwartet die City-Managerin konkrete und verlässliche Rückmeldungen hinsichtlich der Frage, ob der jeweilige Unternehmer bereit ist, der Träger-Organistation beizutreten und den mit der Mitgliedschaft verbundenen Beitrag zu entrichten. Bis gestern Nachmittag lagen rund 40 postive Signale vor. Benätigt werden aber mindestens 80 Zusagen, um in einem vernünftigen Rahmen weitermachen zu können. Je mehr sich daran beteiligen, desto besser sei es natürlich, und zwar auch deshalb, weil dann der Beitrag unter Umständen sorgar gesenkt werden könne, erklärt Annette Kolb. Bewege sich die Anzahl der beitretenden Mitglieder im Mínimumbereich, werde die bisherige Beitragsspanne von 36,50 bis maximal 51,50 Euro beibehalten. Meldeten sich mehr als die bisherigen 100, sei eine Reduzierung möglich.
Terminiert wurde die Gründungsversammlung auf Dienstag, 27. Februar. Veranstaltungsort soll der kleine Schrannensaal sein. Annette Kolb würde, bei erfolgreichem Verlauf, die Gelegenheit sicher auch nutzten, um den Maßnahmenkatalog 2007 zu erläutern. So plant sie im Frühjahr die Aktion "Dinkelsbühl blüht", bei der Gärtnereien und Floristen ausgewählte Plätze in der Stadt gestalten sollen und die Gastronomie kulinarische Ergänzungsarbeit leisten soll. Im Sommer soll es einen "Late-Night-Shopping"-Abend geben, an dem die Geschäfte bis mindestens 22 Uhr geöffnet wären. Als zusätzlicher Anreiz ist geplant, Gebäude in der Altstadt in blaues Licht zu setzten - nach dem Beispiel der "blauen Nacht" in Nürnberg. In Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege ist erstmals auch ein Dinkelsbühler Ferienpass für die Zeit der Sommerferien geplant, der Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben soll, Schnupperkurse und andere kleinere Programmpunkte rund um den Dinkelsbühler Einzelhandel wahrzunehmen. Auch eine Modenschau soll es wieder geben. In Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag im November soll ferner ein Unternehmerflohmarkt stattfinden. Alles, was in den Lagern Platz wegnehme, könne dann zu Flohmarktpreisen angeboten werden, so Annette Kolb.
Neues Büro bezogen
Die Citymanagerin ist inzwischen in ihr neues Büro im Bankgebäude an der Schrannengasse 1 umgezogen. Erreichbar ist sie dort unter Telefon 09851/555851 oder Fax 09851/908809.
FLZ, 06.02.2007

