Ein Service-Weltmeister gesucht
Ab Juli sind in Dinkelsbühl die Geschäfte am ersten Samstag im Monat länger geöffnet
Aktionen des City-Managemaents flankieren diese "Aktionstage" - Hexenprojektwoche

- "Eine Stadt, die alles hat": Mit einem Banner machen die Mitglieder des Citymanagements künftig auf sich aufmerksam. (Foto: Haas)
Das City-Marketing in Dinkelsbühl nimmt Fahrt auf: längere Öffnungszeiten, eine "Service-Weltmeisterschaft" und eine Projektwoche zum Thema Hexen sollen neuen Schwung in den Gewerbe- und Handeslstandort bringen. City-Managerin Annette Kolb, seit knapp drei Monaten "im Amt", stellte gerstern die geplanten Aktionen vor, in deren Rahmen auch verlängerte Öffnungzeiten am ersten Samstag eines Monats verwirklicht werden.
Erstmals wird das am Samstag, 1. Juli, der Fall sein. Von 9 bis 16 Uhr haben die Dinkelsbühler Geschäfte dann verlässlich geöffnet. Dfie Kunden erwartet an diesem Tag eine "Service-Meisterschaft". Mit speziellen Service-Beratungsangeboten warten die Händler auf. Darüber, wer an diesem Tag den besten Service geboten haben wird, darüber sollen die Kunden mittels Stimmkarten entscheiden. Der Sieger erhält dann den Titel "Service-Weltmeister", erklärte Annette Kolb. Wer sich an der Abstimmung beteiligt, kann Theaterkarten und ein Abendessen bei Kerzenschein gewinnen.
Programm für Kinder
Damit die Eltern alle Service-Angebote auf Herz und Nieren prüfen können, gibt es ein Rahmenprogramm an verschiedenen Standorten der Stadt für Kinder. Dazu gehört ein kostenloses Kinder-Kino und Kinderschminken. Vor der Schranne können sich müde Einkaufsbummler außerdem bei Speis und Trank stärken.
Ende Juli geht es dann mit einer Projektwoche weiter, die rund um die neue Hexen-Ausstellung im Rothenburger Tor entwickelt wurde. Die ganze Stadt soll dann unter dem Motto "dinkelsbühl hext" stehen. Das City-Management wird ein Eröffnungfest im Spitalhof auf die Beine stellen und bis zum 6. August wird es dann verschiedene Aktionen zum Thema geben. Beispielsweise baut eine örtliche Schreinerei ein Hexenhaus, das nach der Projektwoche einem Dinkelsbühler Kindergarten übergeben werden soll. Am Weinmarkt ist ein Hexentanz mit Bewirtung geplant und auch im Dinkelsbühler Ferienprogramm ist das City-Management in diesem Rahmen beteiligt.
"Die Motivation ist bei den Dinkelsbühler Geschäftsleuten da" berichtet die City-Managerin über ihre Erfahrung der ersten drei Monate. Diese aufrecht zu erhalten sei eine Herausforderung. die grünen Teppiche und die Muttertagsaktion seine erste kleine Schritte gewesen. Angestrebt werde beispielsweise eine Kernöffnungszeit der Geschäfte und längere Öffnungszeiten am Samstag. Weil das in Dinkelsbühl wegen der speziellen Struktur nicht leicht zu verwirklichen sei, solle mit den ersten Samstagen im Monat ein Anfang gemacht werden. "darauf wollen wir uns jetzt konzentrieren", meinte die City-Managerin, und an diesen Samstagen seien auch jeweils flankierende Maßnahmen seitens des City-Managements wie beispielsweise Modeschauen geplant.
Neue Kundengruppen
Über solche öffentlichkeitswirksamen und kundenorientierten Aktionen hinaus - das City-Management macht beispielsweise auch bei "Mini-Dinkelsbühl" mit, in dem bei den Mitgliedsbetrieben Material organisiert wird (wir berichteten) - wirkt es auch intern. Es gibt Informationsveranstaltungen für die Mitglieder, beispielsweise über Schaufenstergestaltung oder die Erschließung neuer Kundengruppen. Annette Kolb zur Seite steht ein Arbeitskreis, der zusätzlich für den nötigen Informationsfluss zwischen allen Beteiligten sorgt und in dem auch Ideen entwickelt werden.
Um sich künftig auch nach außen als eine Einheit darzustellen, wurden Banner entwickelt, die mit dem Slogan "eine Stadt, die alles hat" werben. Die am City-Mangement beteiligten Unternehmen können diese künftig als Erkennungzeichen in ihren Schaufenster plazieren. Wie vielfältig der Branchenmix in Dinkelsbühl ist, das wird demnächst publiziert. So mancher werde davon überrascht sein, verspricht sie. Außerdem gibt es eine neue Internetseite des City-Managements. Viel positive Resonanz habe sie schon erfahren, berichtet Annette Kolb. Die Notwendigkeit des City-Managements werde mittlerweile von allen Beteiligten anerkannt. ES brauche es etwas Geduld und auch ein paar neue Deknweisen. Doch seien die bisherigen Ansätze vielversprechend.
(Quelle: FLZ - 22.06.2006, Haas)

