Erste orangene Nacht übertrifft alle Erwartungen
Tausende bevölkerten die illuminierte Stadt
Erste Orangene Nacht übertraf alle Erwartungen
Dinkelsbühl (ml) Die Wolken verzogen sich, die Menschen kamen: Die erste Orangene Nacht in Dinkelsbühl übertraf alle Erwartungen. City-Managerin Annette Kolb seiht den Erfolg vor allem als Gemeinschaftsleistung des Dinkelsbühler Handels. Weil alle mitgemacht hätten, sei es gelungen mit einfachen Mitteln ein buntes Programm zusammenzustellen.
Die Vereinigung der Geschäftsleute hatte die Fassaden nicht nur mit 3000 orangenen Luftballons geschmückt, sondern sich viele Attraktionen ausgedacht: Schaufenstermalen, Kusswettbewerb, Cocktailbars oder eine Freilichtmodenschau, bei der Modegeschäft, Friseur und Blumengeschäft gemeinsam agierten. Jazzdance-Vorführungen zogen ebenfalls Neugierige an.
Obwohl es mittags noch reicht trübe am Himmel aussah, waren die Geschäftsleute schon recht zufrieden, hatten doch vor allem die Motorrad-Veteranen viele Schaulustige in die Stadt gelockt.
Und je besser das Wetter am Nachmittag wurde, desto mehr füllten sich die Geschäftsstraßen und Plätze. Schon am frühen Abend hatte ein Metzger mühe, die Nachfrage nah Wüstchen und Steaks zu befriedigen. Als die Sonne hinter dem Segringer Tor verschwand, gab es weder vor den Lokalen noch auf den Plätzen freue Sitzplätze. Vor dem Münster verkürzte die Big Band des Gymnasiums die Wart4zeit auf den Eindruck der Dunkelheit,. In der Segringer Straße sorgte eine andere feste Musikgröße in der Stadt, die „Windfall Percussion Group“ der Berufsfachschule für Musik, für eine Menschentraube.
Bei Mondaufgang waren wohl über 10000 Menschen auf den Beinen, um die in rötliches Licht getauchte Altstadt zu erleben. 40 Scheinwerfer einer auf Bühnentechnik spezialisierten Firma sorgten für die besondere Illumination der Hauptstraßen, die Bodenscheinwerfer des Münsters St. Georg waren ebenso mit roter Folie überzogen worden wie die Scheinwerfer rund um die Stadtmauer und vor den Toren. Insgesamt 119 farbige Lichtquellen waren unter dem Strich im Einsatz gewesen. Ein besonders eindrucksvolles Bild bot sicht dem Betrachter gegen 22.45 Uhr, als von de Inselwiese ein Feuerwerk abgefeuert wurde. Die eingefärbte Stadtbeleuchtung spiegelte sich zusammen mit den Raketen auf der Wörnitz. Zu diesem Zeitpunkt konnten auch die Geschäftsleute mitfeiern: anders als in Baden-Württemberg dürfen in Bayern die Geschäfte am Abend nur bis 20 Uhr öffnen. „Wettbewerbsverzerrend“ findet Annette Kolb das. Das ist aber auch das einzige negative Wort in ihrer Bilanz.

