Stellungnahme Citymarketing Dinkelsbühl zum geplanten Factory Outlet in Herrieden
Citymarketing Dinkelsbühl e.V. spricht sich gegen die Ansiedlung eines FOC in Herrieden aus, weil zu befürchten ist, dass von dieser Ansiedlung unmittelbare Auswirkungen gewichtiger Art für die Nachbargemeinden – also auch für Dinkelsbühl – ausgehen werden.
Zu befürchten ist, dass durch die Kaufkraftbindung am Standort Herrieden ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb ausgelöst wird, dem viele, vor allem kleine Läden – und solche gibt es fast ausschließlich in Dinkelsbühl - zum Opfer fallen werden.
In der Folge dieser zu erwartenden Geschäftsaufgaben im Stadtgebiet Dinkelsbühl kann die ausreichende Nahversorgung der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet werden.
Zu beachten ist hierbei, dass es sich um eine sehr ländlich geprägte Gegend handelt, in der es viele – vor allem ältere – Bürger gibt, die keinen Führerschein besitzen und so ihre täglichen Besorgungen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bus erledigen.
Wir vom Citymarketing Dinkelsbühl e.V. befürchten ein „Ausbluten“ der Innenstadt, was zur Folge hätte, dass die Stadt ihre urbane Funktion nicht mehr erfüllen könnte.
Bereits in den vergangenen Jahren mussten auf Grund der wirtschaftlichen Situation und eines Einbruchs in der Tourismusbranche einige, kleine Betriebe ihre Tore schließen. Die Stadt Dinkelsbühl mit ihrer mittelalterlichen Struktur und den klaren Bauvorgaben innerhalb der Stadtmauern, kann aber nur solche Kleinstbetriebe aufnehmen – was wiederum den Reiz dieser Stadt ausmacht.
Ein Vergleich mit den Auswirkungen auf die innerstädtische Situation bei vergleichbaren FOC-Ansiedlungen in Wertheim oder Ingolstadt ist somit nicht haltbar. Die mikrostandörtliche Lage ist somit weder räumlich noch funktional verträglich.
Eine Ansiedlung des FOC in Herrieden muss deshalb verhindert werden.
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